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DER GESCHICHTLICHE ÜBERBLICK
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Die Anfänge der Museumspartnerschaft

Nach einer ersten Kontaktaufnahme im Juli 2002 in Hannover und Goslar haben die Museen Niedersachsens und der Haute-Normandie mit einem Kooperationsaustausch begonnen, der über die Verbände der jeweiligen Länder gefördert wird: dem Museumsverband Niedersachsen und Bremen und der Regionalgruppe Haute-Normandie des französischen Museumsverbands (section fédérée Haute-Normandie de l’Association générale des conservateurs des collections publiques de France).
Eine erste aus fünf niedersächsischen Kuratoren bestehende deutsche Delegation hat am 2. und 3. Dezember 2002 rund 20 Museen in der Haute-Normandie besucht. Begleitet wurde die Delegation von Hans-Walter Keweloh, dem Vorsitzenden des niedersächsischen Museumsverbands, und seinem Referenten Hans Lochmann. Im Gegenzug haben fünf Kuratoren aus der Haute-Normandie vom 16. bis 19. März 2003 den Nordwesten Niedersachsens bereist (Umgebung von Oldenburg in Ostfriesland, Bremen und Bremerhaven).
Auf diesen Begegnungen aufbauen konnte der ersten Austausch im Rahmen des Printemps européen des musées im Mai 2003 stattfinden (siehe unten).

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Philosophie des Austauschs

Die Kooperation zwischen den Museen in Niedersachsen und der Haute-Normandie setzt unterschiedliche Schwerpunkte:

1. Inhalt: Mit ihren Sammlungen decken die niedersächsischen und normannischen Museen zahlreiche gemeinsame Themen ab, von denen fünf besonders hervorzuheben sind:
. Kunst,
. Archäologie,
. Naturwissenschaften (z.B. das Museum der Medizingeschichte),
. Ethnologie, hier namentlich die Sammlungsbereiche Seefahrt, (Textil-) Industrie, Landwirtschaft (Ecomuseen), Wissenschaft und Technik (z.B. die Sammlung des Feuerwehrmuseums),
. Literaturmuseen.

2. Kooperationsformen:
. Ausstellungskooperationen, die von gegenseitigen Leihgaben bis hin zu gemeinsam realisierten Ausstellungsprojekten reichen können.
. Der Austausch von Mitarbeitern, insbesondere in den Bereichen Sammlung, Ausstellung, Besucherdienste, Restaurierung usw. Pilotprojekte in beiden Regionen bieten ebenfalls die Gelegenheit für einen Wissensaustausch - wie z.B. die Digitalisierung der Sammlungsbestände der Schiffahrtsmuseen oder das Museumsdokumentationssystem der niedersächsischen Ecomuseen (das Freilichtmuseum am Kiekeberg hat eine leistungsstarke Software-Komplettlösung für die Datenverwaltung im Museum entwickelt).
. Virtuelle Ausstellungen, die gemeinsam konzipiert und auf der Website der Section fédérée Haute-Normandie des Conservateurs präsentiert werden können.

3. Regelmässige Zusammenkünfte:
Um die Beziehungen zwischen den Museen dauerhaft zu vertiefen, sind alle zwei Jahre stattfindende Zusammenkünfte zwischen niedersächsischen und normannischen Museumsmitarbeitern geplant. Die Besuche vor Ort ermöglichen einen Einblick in die Arbeit der Kollegen und Kolleginnen im jeweils anderen Land, und lassen die Potentiale der Kooperation erkennen.

P. Ickowicz

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